|
|
Begriff und Wertung der Apokalyptik
in der neutestamentlichen Forschung Europäische
Hochschulschriften Band 358 |
|
|
Verlag de Gruyter,
Berlin / New York |
|
|
Verlag Paul Haupt
Bern / Stuttgart / Wien |
|
|
Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
(Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn 8,95 Euro |
|
|
Arbeitstexte des
Bundes für Freies Christentum |
|
|
Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
Verlag Hartmut
Spenner, Kamen |
|
|
Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn Neuauflage: 2011, Theologische Studientexte,
Bd. 22 Verlag Hartmut Spenner, Kamen ISBN 978-3-89991-127-5 |
|
|
Verlag Hartmut
Spenner, Kamen |
|
|
Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
Neuauflage: 2011, Theologische Studientexte,
Bd. 23 Verlag Hartmut Spenner, Kamen ISBN 978-3-89991-128-2 |
|
|
Mit Schweitzers eigenen Worten
gesagt: »Das freie Christentum hat die große Aufgabe, den Menschen
die Überzeugung zu geben und zu erhalten, dass Denken und Religion nicht
unvereinbar sind, sondern zusammengehören. Jede tiefe Religiosität
wird denkend, jedes wahrhaft tiefe Denken wird religiös.« Albert
Schweitzer beurteilte das freie Christentum geradezu als eine
»Notwendigkeit für christliche Kultur« und blickte voraus
auf eine Evolution des Christentums in dieser Richtung. Die christlichen Kirchen in
Deutschland befinden sich in einer Umbruchssituation, die nicht allein durch
die rückläufige Mitgliederzahl bedingt ist. Als gravierender
erweist sich, dass viele überkommene Glaubenslehren fragwürdig
geworden sind. Auf der Suche nach einer überzeugenden Gestalt heutigen
Christseins vermag Albert Schweitzer (1875–1965) wichtige Impulse zu
vermitteln, setzte er sich doch für die Entwicklung der christlichen
Religion in Richtung eines freien Christentums ein, in dem Glaube und Denken
eine Einheit bilden.
|
|
|
Wachen
und Träumen, Neuausgabe 2011, ISBN 978-3-88981-311-4
|
|
|
Dabei geht
es nicht allein darum, die kantischen Gedankengänge nachzuvollziehen,
sondern auch selbstständig weiter zu denken – und zwar ganz im
Sinne des Wahlspruchs der Aufklärung aus Kants Schrift „Beantwortung
der Frage: Was ist Aufklärung?“: „Sapere
aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Die
Ursachen, warum Menschen nicht ihren eigenen Verstand gebrauchen und damit
unmündig bleiben, liegen Kant zufolge in deren Faulheit und Feigheit.
Ist es doch bis heute viel bequemer, sich durch eingängige Slogans und
gehaltlose Formeln manipulieren zu lassen. Oder mit Kant zu sprechen: „Es
ist bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich
Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt,
der für mich die Diät beurteilt, u.s.w. so brauche ich mich ja
nicht selbst zu bemühen.“ Und dann
gibt es natürlich auch in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft solche,
die ein Interesse daran haben, dass Menschen unmündig bleiben und nicht
ihren eigenen Verstand gebrauchen. Anderenfalls könnte es für sie
selbst unbequem werden. Ohne den
einzelnen Beiträgen vorgreifen zu wollen, möchte ich in Auswahl an
einigen Punkten kurz aufzeigen, worin sich Immanuel Kant für uns heute
als Herausforderung erweist: 1.
Religion und Aufklärung Nach Kant
sind alle Versuche, die Existenz Gottes zu beweisen, gescheitert. Ist aber
damit jedes Denken über Gott unmöglich? Keineswegs! Zwar
können wir mit den Mitteln des reinen Verstandes die Dinge des Glaubens
nicht beweisen – übrigens ebenso wenig wie die Dinge an sich
–, aber neben der theoretischen, reinen Vernunft gibt es auch eine
praktische Vernunft. Und diese vermittelt uns das universale Gefühl, das
in allen Menschen verankert ist, dass es einen Gott geben soll. Das besagt
der berühmte Satz Kants, er habe das Wissen aufheben müssen, um zum
Glauben Platz zu bekommen. Gemeint war damit nicht der Glaube an eine
übernatürliche Offenbarung, sondern ein praktischer Vernunftglaube,
der die Moral sowie den Glauben an die Existenz Gottes und die
Unsterblichkeit der Seele umfasst. 2.
Freiheit und Pflicht Erinnert
sei hier an Kants „kategorischen Imperativ“: „Handle
so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer
allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ M.E. ist
dies nicht anderes als die philosophische Fassung der Goldenen Regel aus der
Bergpredigt Jesu: „Alles,
was ihr wollt, dass es euch die Leute tun sollen, das sollt auch ihr ihnen
tun, denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ (Mt 7,12) Kants
kategorischer Imperativ und Jesu Weisung formulieren ein Ideal menschlichen
Zusammenlebens. Wenn ich mich diesem Ideal verpflichtet weiß, dann bin
ich dem sehr nahe, was die Philosophie Glückseligkeit nennt. Pflicht und
Freiheit gehören für Kant zusammen; nur durch sie entsteht der gute
Wille, der Wille zum Guten. Und zwar ist eine solche Pflicht gemeint, die aus
der inneren Freiheit des Einzelnen erwächst. Es kann keine Pflicht ohne
Freiheit geben und keine Freiheit ohne das Bewusstsein der inneren
Verpflichtung. In der „Kritik der praktischen Vernunft“ schreibt
Kant: „Zwei
Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender
Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken
damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische
Gesetz in mir. ... ich sehe sie vor mir und verknüpfe sie unmittelbar
mit dem Bewußtsein meiner Existenz.“ 3.
Bildung und Wissenschaft Nach Kant
sind alle Wissenschaften den höchsten Zwecken der menschlichen Vernunft
untergeordnet; gerade darum werden sie in erster Linie um ihrer selbst willen
betrieben und nicht nur im Hinblick auf nützliche Anwendungen. Dagegen
leben wir heute in einer Zeit, die die Forschung und Lehre an den
Universitäten und Hochschulen sowie die Förderung von Bildung und
Ausbildung weitgehend dem ökonomischen Denken unterordnet; einer Zeit,
die bis in den gymnasialen Lehrerberuf hinein sich einseitig an der
Berufspraxis statt in erster Linie an den Bedürfnissen und
Fähigkeiten des menschlichen Geistes ausrichtet. In solcher Zeit tut es
not, Kant zu lesen, sich auf seine Argumentationen einzulassen und zum
eigenen Denken herausfordern zu lassen. Wolfgang
Huber, Berliner Bischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland, bemerkt treffend: „Kant
nach zu denken, bedeutet selbst zu denken. Auf Kants Denken zu antworten,
bedeutet, unser heutiges Denken zu verantworten. Und nicht nur das Denken,
sondern auch das Handeln.“ Neukirchener
Verlag, Neukirchen-Vluyn |
|
|
Im Gespräch mit Martin Buber
Zum Buch Martin Buber (1878–1965) gilt weithin als der wichtigste
deutschsprachige Geisteswissenschaftler jüdischen Glaubens im 20.
Jahrhundert. Sein Wirken war bestimmt vom unermüdlichen Ringen um
Verständigung und Versöhnung zwischen christlich und jüdisch
geprägten Menschen und Denkweisen einerseits und um den offenen Dialog
zwischen weltlicher Philosophie/Ethik und aufgeklärter Religiosität
andererseits. Was die Beschäftigung mit dem geistigen Werk Bubers
für uns Menschen in einer säkularen und anonymen Gesellschaft so
anziehend macht, ist sein dialogisches Denken: Menschsein bedeutet
In-Beziehung-Sein, wobei die Begegnung zwischen einem menschlichen Ich und
einem menschlichen Du zugleich offen ist auf Gott als das ewige Du. Autoren des Buches: Pfr. Dr. Andreas Rössler Prof. Dr. Daniel Krochmalnik Prof. Dr. Werner Zager Prof. Dr. Hans-Joachim Werner Lothar Stiehm Lothar Stiehm Prof. Dr. Wolfgang Erich Müller Von der Denkbarkeit Gottes in nachmetaphysischer Zeit. Hans
Jonas’ Erwägungen zur Religionsphilosophie Das vorliegende Buch bietet eine allgemein
verständliche Einführung in das theologische, ethische und
pädagogische Denken Martin Bubers, eines der bekanntesten jüdischen
Geisteswissenschaftler. Seinem dialogischen Ansatz kommt eine ungebrochene
Aktualität zu. Der Band eignet sich für die kirchliche Erwachsenenbildung,
gemeindliche Gesprächskreise und für den geistig und geistlich
interessierten Zeitgenossen. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn Leider vergriffen! |
|
|
941 Seiten, 2 Abb., Leinen 98,00
Euro
Zum Buch
Nach längerer Vorbereitung – die Initiative zu einer
Gesamtedition des philosophischen und theologischen Nachlasses Albert
Schweitzers ging von Ulrich Neuenschwander (gest. 1977) aus – begann
mit Reich Gottes und Christentum im Jahre 1995 bei C. H. Beck,
München, das Erscheinen der ursprünglich auf acht Bände
angelegten Ausgabe der Werke aus dem Nachlaß unter der
Herausgeberschaft von Richard Brüllmann (gest. 2001), Erich
Gräßer, Claus Günzler, Bernard Kaempf, Ulrich Körtner,
Ulrich Luz und Johann Zürcher. Damit wird der literarische Nachlaß
einer der bedeutendsten Gestalten des 20. Jahrhunderts sowohl der
theologischen und philosophischen Forschung als auch einem
größeren interessierten Publikum zugänglich gemacht. Will man allerdings Albert Schweitzer
als Theologen und Philosophen im Kontext seines Wirkens als Prediger,
Tropenarzt, Bach-Forscher, Organist, Orgelbaufachmann, Entwicklungshelfer und
Friedensmahner und im Zusammenhang seiner Zeit mit ihren geistigen, sozialen
und politischen Problemen verstehen, dann wird man sich nicht allein auf die
Analyse seiner zu seinen Lebzeiten oder posthum veröffentlichten Werke
beschränken dürfen. Vielmehr wird man auch seine sehr umfangreiche
Korrespondenz heranziehen müssen. Allein im
Albert-Schweitzer-Zentralarchiv in Günsbach/Frankreich befinden sich
rund 8.000 Briefe aus der Hand Schweitzers. Hinzu kommt noch eine
beträchtliche Anzahl von Schweitzerbriefen in universitären und
privaten Archiven. Harald Steffahn bemerkte einmal treffend: «Die
höchste Erhebung in der publizistischen Landschaft dieses Nachtarbeiters
mit Feder und Tinte – weil am Tage meistens die Zeit fehlte –
wölbt sich nicht aus Druckseiten, sondern aus Briefen. Kein anderer
Schriftbereich bei ihm kommt an Umfang diesem gleich.» Der
besondere Reiz der Briefe Albert Schweitzers besteht darin, daß hier
vieles persönlicher und dadurch unmittelbarer und pointierter als in
seinen sonstigen literarischen Arbeiten zum Ausdruck gebracht wird.
«Eine Schreibmaschine benutzte der Schwerarbeiter am Schreibtisch bis
zuletzt nicht, trotz der armen Schreibkrampfhand, über die, ein
Erbstück der Mutter, vor allem im Alter die Klage unablässig
hinausdrang in die Welt, mit der er Zwiesprache hielt. Bei aller Mühe
und Müdigkeit: wie warmherzig der Ton in den kleinen, akkuraten
Schriftzeichen! Immer wieder bestätigte der Schreibende seinen eigenen
Anspruch, wonach Dankbarkeit ein Maßstab für die Kultur des
Herzens sei, und bezeugte bei jeder Gelegenheit, daß er nicht
mitschuldig sein wolle an jener Kälte unter den Menschen, die aus
unterdrückter Herzlichkeit rühre.» Insgesamt
läßt der vorliegende Band des theologischen und philosophischen
Briefwechsels Albert Schweitzers nicht nur die Erweiterung wissenschaftlicher
Erkenntnis hinsichtlich der Theologie- und Geistesgeschichte des 20.
Jahrhunderts erwarten, sondern wir versprechen uns davon auch Impulse zum
einen für gegenwärtige gesellschaftspolitische Debatten in puncto
Friedenssicherung und ethische Grundsatzfragen und zum anderen für die
Suche vieler Menschen unserer Zeit nach einer verantwortlichen Synthese von
eigener Glaubenserfahrung, christlicher Überlieferung und rationaler
philosophischer Reflexion. C. H. Beck Verlag, München ISBN 3-406-54900-4 Lesen Sie hier nähere Informationen des Verlags
C.H. Beck zum Albert-Schweitzer-Briefwechsel |
|
|
Jesus aus Nazareth – Lehrer und
Prophet 125 Seiten, broschiert, 19,90
Euro
Zum Buch
Wer unvoreingenommen und wachen
Geistes das Neue Testament liest, erkennt, dass es keine einheitliche Lehre
von Jesus vertritt. Dies zeigt sich schon an den verschiedenen Hoheitstiteln,
die Jesus beigelegt werden - sei es nun Christus, Sohn Gottes, Menschensohn,
Kyrios (= Herr), Sohn Davids oder Logos. Die damit verbundenen Vorstellungen,
die Menschen sich von Jesus gemacht haben, reichen von der Adoption über
die Jungfrauengeburt bis hin zu Präexistenz und Inkarnation.
Während diese Vorstellungen ursprünglich für sich standen,
versuchte man in der Alten Kirche, sie miteinander zu verbinden. Auch wenn
solche Versuche und deren Ergebnisse - wie etwa das Apostolische
Glaubensbekenntnis - durchaus respektabel sind, überzeugen können
sie letztlich nicht. Ein der Aufklärung verpflichtetes freies
Christentum wird daher die historische Rückfrage nach Jesus als eine
Notwendigkeit betrachten. Historische Forschung lässt Jesus als
Propheten der Gottesherrschaft und Lehrer einer radikalen Ethik erkennen.
Inwieweit hier Anknüpfungspunkte für eine liberale Christologie
bereit liegen, gilt es zu prüfen. Ebenso wird danach gefragt, wie Jesu
Verständnis seines letzten Mahles für unsere heutige
Abendmahlspraxis fruchtbar gemacht werden kann. Die Auseinandersetzung damit,
wie Jesus in den Weltreligionen gesehen wird, eröffnet neue
Möglichkeiten, Jesus zur Sprache zu bringen. Insbesondere kann Jesus als
Bindeglied zwischen Judentum und Christentum verstanden werden. Als eine
Möglichkeit verantwortlicher Rede von Jesus, die dem aufgeklärten
Bewusstsein Rechnung trägt, wird unter dem Titel "Jesus als
Vermittler wahren Lebens" die Christologie des Berner Theologen Ulrich
Neuenschwander vorgestellt. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn |
|
|
Fragmentarisches Wörterbuch 470 Seiten, broschiert, 49,80 Euro
Zum Buch
Als
"fragmentarisches Wörterbuch" möchte die Festschrift zum
70. Geburtstag von Horst Balz dem Ausdruck geben, was diesen Exegeten und
Theologen auszeichnet: im genauen Achten auf das Detail doch das Ganze im
Blick zu haben, im Fragmentarischen aufs Ganze zu gehen, in der Arbeit an den
Wörtern das Wort zu hören. 48 Kolleginnen und Kollegen aus allen
Disziplinen der Theologie, ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeitende und
ehemalige wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte, die jetzt in
unterschiedlichen Arbeitsfeldern in Kirche, Hochschule und Schule arbeiten,
haben dafür Beiträge geliefert. Verlag Kohlhammer, Stuttgart ISBN-13: 978-3170197923 |
|
|
Die Macht der Religion 172 Seiten, broschiert, 16,90
Euro
Zum Buch
Der Terroranschlag vom 11. September
2001 hat auf brutale Weise klar gemacht: Die moderne Welt führt nicht
zwangsläufig zur Säkularisierung. Insbesondere die drei
»prophetischen Religionen« Judentum, Christentum und Islam beeinflussen
das weltpolitische Geschehen in erheblichem Maße. Die Beiträge des vorliegenden
Bandes decken zum einen die religiös-ideologischen Hintergründe
amerikanischer, arabischer und israelischer Politik auf. Zum anderen werden
aus theologischer und philosophischer Sicht Möglichkeiten aufgezeigt,
wie die Religionen zu einem friedlichen Miteinander beitragen können. Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
Führt Wahrhaftigkeit zum Unglauben? Paperback - 232 Seiten, 19,90 Euro
Zum Buch
In der weltweiten
Ökumene wird die historisch-kritische Bibelforschung wieder vielfach in Frage
gestellt, oder man glaubt - wie auch Papst Benedikt XVI. -, sie durch eine
sogenannte kanonische Exegese domestizieren zu müssen. Manche machen
jene sogar für die Erosion des christlichen Glaubens verantwortlich. In
dieser Situation ist es sinnvoll, sich mit einem Pionier der kritischen
Bibelforschung näher zu beschäftigen. Am 27. Januar 2008 jährte sich zum 200. Mal der
Geburtstag des protestantischen Theologen und späteren freien
Schriftstellers David Friedrich Strauß. Im Blick auf das Jubiläum
gilt es, sich mit diesem unbestechlichen, der Wahrhaftigkeit verpflichteten
Denker auseinanderzusetzen. Albert Schweitzer urteilte über
Strauß: "Er war nicht der größte und nicht der tiefste
unter den Theologen, aber der wahrhaftigste." Strauß' Erkenntnisse
in Jesus- und Evan-gelienforschung beeindrucken noch heute. Seine radikalen
Anfragen an Theologie und Kirche sind keineswegs erledigt. Seine Entwicklung
von einem der Philosophie Hegels verpflichteten Theologen hin zu einem
Vertreter einer pantheistischen Humanitätsreligion lässt fragen, ob
Wahrhaftigkeit zum Unglauben führt. Deshalb akzentuieren die einzelnen Beiträge des Bandes
Strauß als Bibelkritiker, systematischen Theologen und nachchristlichen
Philosophen. Dabei geht es den Autoren stets um eine konstruktive
Auseinandersetzung, die nach Impulsen für heutiges theologisches und
philosophisches Denken fragt. Erstmals wird in diesem Band die Rede des großen
Tübinger Philosophen Walter Schulz (1912-2000) veröffentlicht, die
er 1958 im Ordenssaal des Schlosses Ludwigsburg zur Feier der Wiederkehr des
150. Geburtstages von David Friedrich Strauß hielt. Die in dem vorliegenden Band gesammelten Beiträge gehen
auf Vorträge zurück, die im Rahmen der Jahrestagung des Bundes
für Freies Christentum vom 21. bis 23. September 2007 in der
Evangelischen Akademie Bad Boll gehalten wurden. Die Tagung fand in
Kooperation mit der Akademie und der Evangelischen Erwachsenenbildung
Worms-Wonnegau statt. Die auf der Tagung gehaltenen Vorträge werden durch
weitere Beiträge ergänzt. Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
Liberales
Christentum. Paperback - 221 Seiten, 24,90 Euro
Zum Buch
Innerhalb der evangelischen
Theologie erfährt die liberale Theologie in unserer Zeit eine
Renaissance. Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
Albert Schweitzer Gebunden - 417 Seiten, 29,90 Euro
Zum Buch
Wenn auch vielen
Zeitgenossen Albert Schweitzer nur noch als praktizierender Humanist und
Begründer des Tropenhospitals in Lambarene bekannt ist, so darf
darüber der theologische und philosophische Denker nicht vergessen
werden. Schweitzer war nämlich von seiner akademischen Laufbahn her
Theologe und blieb dies auch bis zu seinem Lebensende. Als liberaler Theologe
war er bestrebt, dem Christentum in Treue und Wahrhaftigkeit zu dienen. Ohne
falsche Apologetik erforschte der Straßburger Neutestamentler die
Entstehung der christlichen Religion. Der Überlieferung frei
gegenüberstehend, suchte er das Tiefe und Unvergängliche der
religiösen Wahrheit zu erfassen. Diesen Weg gilt es auch heute wieder
neu zu beschreiten, wenn Theologie und Kirche an Glaubwürdigkeit und
Überzeugungskraft gewinnen wollen. Die in dem vorliegenden Band
vereinigten Studien sind von der Gewissheit getragen, dass von dem Denken des
liberalen Theologen Albert Schweitzer wichtige Impulse für den
Gestaltwandel des Christentums im 21. Jahrhundert ausgehen. Dabei kommt den
notwendigen Abschieden von überholten dogmatischen Vorstellungen die
positive Funktion zu, das "Wesentliche des Christentums" um so
klarer hervortreten zu lassen. Im Epilog seiner Autobiographie "Aus
meinem Leben und Denken" (1931) bemerkte Schweitzer: "Das
Wesentliche des Christentums, wie es von Jesus verkündet ist und wie es
vom Denken begriffen wird, ist dies, dass wir durch die Liebe allein in
Gemeinschaft mit Gott gelangen können. Alle lebendige Erkenntnis Gottes
geht darauf zurück, dass wir ihn als Wille der Liebe in unseren Herzen
erleben." LIT Verlag, Berlin-Münster-Wien-Zürich-London |
|
|
David
Friedrich Strauß,’ 2 Bände (nur geschlossen
beziehbar). 2009 (mit einer Einl. von Werner Zager vers. unveränd.
Nachdr. der Ausgabe 1840/41). Zus. 1516 S., Fadenh., gebunden 79,90 Euro
Zum Buch
David Friedrich Strauß (1808-1874) hat mit seinem
Hauptwerk für die Herausbildung einer modernen Bibelexegese und
Religionsphilosophie Unschätzbares geleistet. Er stellt die Geschichte
der christlichen Dogmatik kritisch zusammen und legt die Grundlagen für
eine rationale Beschäftigung mit den christlichen Glaubensinhalten.
Dieser Klassiker der Philosophie und Theologie wird hier von Werner Zager neu
eingeleitet und in den zeitgenössischen Kontext gestellt. Neben Ludwig Feuerbach ist
David Friedrich Strauß der große innertheologische
Religionskritiker und -erneuerer im 19. Jahrhundert. Sein dogmatisches
Hauptwerk ist dieser Band zur christlichen Glaubenslehre, in dem er die
gesamte Dogmatik des Christentums kritisch durchleuchtet und ihre historische
Entwicklung analysiert. Sein Ziel ist, die Religion auf eine rationale
Grundlage zu stellen und sie in den fruchtbaren Dialog mit den Wissenschaften
der Zeit zu bringen. Damit ist sein Programm immer noch hochaktuell und
dieser Klassiker der Theologie und Philosophie mehr als nur ein historisches
Dokument von großem Wert. Er spielt in allen Debatten um Bibelkritik
und zeitgemäße Neuerschließung der christlichen Botschaft
eine zentrale Rolle. Werner Zager hat die vorliegende Ausgabe mit einer
kommentierenden Einleitung versehen. Wissenschaftliche
Buchgesellschaft, Darmstadt |
|
|
Günther
Bornkamm Gebunden - 440 Seiten, 64,00 Euro
Zum Buch
Mit seinem kleinen Aufsatz
"Die Sturmstillung im Matthäus-Evangelium" hat Günther
Bornkamm im Jahr 1948 die redaktionsgeschichtliche Auslegung dieses
Evangeliums begründet. Es folgten weitere Aufsätze, die er 1960
zusammen mit den beiden Dissertationen seiner Schüler Gerhard Barth und
Hans Joachim Held in dem Sammelband "Überlieferung und Auslegung im
Matthäusevangelium" veröffentlichte (4., erweiterte Auflage
1965, 7. Auflage 1975). Mit diesem Band eröffnete Bornkamm zugleich mit
seinem Heidelberger alttestamentlichen Kollegen Gerhard von Rad die Reihe
"Wissenschaftliche Monographien zum Alten und Neuen Testament"
(WMANT). Der vorliegende Band enthält im ersten Teil sämtliche
sieben Aufsätze Bornkamms zum Matthäus-Evangelium - und zwar nicht
nur die bereits in WMANT 1 erschienenen ("Enderwartung und Kirche im
Matthäus-Evangelium", "Die Sturmstillung im
Matthäus-Evangelium", "Der Auferstandene und der
Irdische"), sondern auch die an anderen Orten publizierten
("Matthäus als Interpret der Herrenworte", "Der Aufbau
der Bergpredigt", "Die Gegenwartsbedeutung der Bergpredigt",
"Die Binde- und Lösegewalt in der Kirche des Matthäus").
Der zweite Teil vereinigt insgesamt acht Studien, die dem unvollendet
gebliebenen, für das "Handbuch zum Neuen Testament" bestimmten
Matthäus-Kommentar entnommen sind. Dabei handelt es sich um die
Kommentierung folgender zentraler Matthäus-Texte: "Jesus als
Messias" (Mt 1-2), "Der Wegbereiter und der Vollender" (Mt
3-4), "Jesus, der Erfüller des Gesetzes" (Mt 5,17-20 und
15,1-20), "Das Vaterunser" (Mt 6,7-15), "Jesu Vollmacht in
seinen Taten" (Mt 8,1-9,34), "Die Aussendung der ersten
Jünger" (Mt 9,35-11,1), "Die Gleichnisrede" (Mt 13,1-52),
"Petrus bei Matthäus" (Mt 14,22-33 und 16,13-20). Neukirchener Verlag,
Neukirchen-Vluyn |
|
|
Mensch und Mythos. Paperback - 179
Seiten, 24,90 Euro
Zum Buch
Am 20. August 2009 jährte sich
zum 125. Mal der Geburtstag des evangelischen Theologen Rudolf Bultmann.
Weltbekannt wurde er durch seinen Vortrag »Neues Testament und
Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen
Verkündigung«. Entmythologisierung ist für den Marburger
Theologen die negative Formulierung dessen, was positiv ausgedrückt
existentiale Interpretation der neutestamentlichen Texte heißt. Viele Menschen waren seinerzeit
begeistert von der Möglichkeit, mythologische Vorstellungen wie
Jungfrauengeburt, Sühnetod, Auferstehung und Himmelfahrt nicht mehr
buchstäblich glauben zu müssen, sondern nach der damit verbundenen
eigentlichen Botschaft, dem Kerygma, fragen und suchen zu dürfen. Andere
sahen dadurch ihren Glauben gefährdet. In Familien, Gemeinden und
Kirchen standen sich »Bultmannianer« und Angehörige der
Bekenntnisbewegung »Kein anderes Evangelium« feindlich
gegenüber. Was ist daraus geworden? Ist Bultmann
widerlegt? Braucht der christliche Glaube mehr als das rational Erklärbare?
Aus theologisch-exegetischen, homiletischen,
religionspädagogischen, psychologischen und kunstgeschichtlichen
Perspektiven werden Antworten auf diese Fragen gesucht. So wird zunächst Rudolf Bultmann
als Mensch und Theologe porträtiert. Es folgt die Kontroverse zwischen
Karl Jaspers und Bultmann um die Entmythologisierung der Bibel. Symbol und
Mythos in der christlichen Kunst kommen ebenso zur Sprache wie der Reiz des
Unergründlichen aus religionspädagogischer Sicht. Sodann werden unter
dem Titel »Entmythologisierung praktisch« Bultmanns Predigten
befragt. Schließlich wird das Verhältnis von Vernunft, Mysterium
und Mythos erörtert. neukirchener theologie |
||
|
|
Martin Luther Gebunden - 271 Seiten, 39,90 Euro Zum Buch Auf dem Reichstag zu Worms im Jahre
1521 erklärte Martin Luther, dass er seine Schriften nicht widerrufen
könne, wenn er nicht durch die Schrift oder klare Vernunftgründe
widerlegt werde. Dabei betonte er zugleich, dass Papst und Konzilien
öfter geirrt und sich selbst widersprochen hätten. Damit hatte
Luther in Frage gestellt, dass dem Papst oder den Konzilien eine letzte und
in bestimmten Fällen unfehlbare Autorität zukomme. Und mit dieser
Infragestellung löste er eine für die Kirchengeschichte des
Abendlandes einzigartige Freiheitsbewegung aus. Der vorliegende Band, der die
Vorträge der Wormser Tagung „Martin Luther und der
Freiheitsgedanke“ vom 19. bis 21. Juni 2009 dokumentiert, möchte
zum einen dazu beitragen, Luthers Freiheitsverständnis in seinen
biographischen, theologie- und geistesgeschichtlichen Bezügen
herauszuarbeiten. Thematisiert werden hier Luthers Auftreten vor dem
Reichstag zu Worms, die Kontroverse zwischen Luther und Erasmus um die
Willensfreiheit sowie die Spannung zwischen theologischer Innovation und
konservativem Beharren bei Luther und Philipp Melanchthon. Zum anderen wird
die Wirkungsgeschichte von Luthers Freiheitsverständnis in den Blick
genommen und danach gefragt, welche Bedeutung der von Luther vertretenen
christlichen Freiheit für uns heute zukommt – sei es für den
einzelnen Christen oder für die Kirche insgesamt. Weiterhin wird die
Freiheitsthematik religionsphilosophisch beleuchtet – sei es dass
Luthers Bedeutung für den Deutschen Idealismus herausgestellt wird, oder
sei es dass Luthers Religionsbegriff für den interreligiösen Dialog
fruchtbar gemacht wird. Dem Tagungsort Rechnung tragend, wird der Leser/die
Leserin schließlich auf eine Suche nach Luthers Spuren in Worms
mitgenommen. Wissenschaftliche
Buchgesellschaft |
|
|
|
|
Neuausgabe 2011 – jetzt gebunden!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Das
vorliegende Buch enthält viele bisher unbekannte Fotos, Briefe, Berichte
von Zeitzeugen und interessante Hintergrundinformationen.
|
|
|